SCUG Jahresmarathon Veranstaltung – Moin, Moin Hamburg

29 April 2018
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Hamburg – So lange darauf hingearbeitet und dann ist das Event doch so schnell vergangen. 17 Teilnehmer des SCUG Lauftreffs reisten für 4 Tage nach Hamburg um den dort veranstalteten 33. Stadt-Marathon zu absolvieren. Die Veranstaltung ist in 3 sportlichen Kategorien aufgeteilt.

  • Marathon
  • Halbmarathon
  • Marathon-Staffel

Unsere Teilnehmer teilten sich die 3 Disziplinen untereinander auf. 5 Personen starteten beim Marathon, 3 beim Halbmarathon und 4 Personen bildeten eine Staffel. Die verbleibenden Lauftreffmitglieder bildeten die starke Fan-Gruppe und unterstützten unsere Sportler an der Strecke.

Beste Bedingungen …

… herrschten am Wettkampftag. Für Hamburg eigentlich ungewöhnliche warme Temperaturen, fast Windstille und Sonnenschein. Der Veranstalter kümmerte sich, längs der Strecke, um die Sportler mit sehr vielen Verpflegungsstellen. Auch bei der Anmeldung sowie bei der Zielankunft wurde in den Hamburger Messehallen eine perfekte Organisation präsentiert. Ein Wunsch hätte es, seitens unseren Teilnehmern, gegeben. Ummeldungen sollten flexibler vom Organisator gehandhabt werden. So wäre ein „Downgrade“ von Marathon zu Halbmarathon, aus gesundheitlichen Gründen, wohlwollend aufgenommen worden. Hier wurde leider keinerlei Entgegenkommen gezeigt.

Die Reise und Unterkunft …

… war bestens von unserem Vereinsmitglied Klaus Hess organisiert. Die Deutsche Bahn ließ uns nicht im Stich, fuhr pünktlich und das Hotel war ideal gelegen. Zentral an der Binnenalster somit sehr nahe zum Bahnhof, zur Stadtmitte als auch zum Marathon-Start-Ziel-Bereich am Hamburger Messegelände. Mehr kann man sich nicht wünschen. Auch der Hotelservice selbst, als auch die Zimmer waren perfekt für uns. Nochmals einen herzlichen Dank für diese außerordentliche Organisation.

Das Begleitprogramm …

Am Freitagnachmittag angekommen, schnürten sich alle unsere Sportler schnell die Laufschuhe um ein paar Lauf-Runden um die Binnenalster zu absolvieren. In Summe ca. 6 km. Ziel war es den Körper, nach der doch langen Zugfahrt ein wenig zu mobilisieren, aber auch die eigenen Knochen zu zählen. Haben wir sie alle aus Germering mitbekommen? Beim Lauf selbst trafen, vielleicht auch störten, wir viele Spaziergänger entlang der Binnenalster. Insgesamt war es ein wohltuender Start vor dem sportlichen Großevent. Am Freitagabend kehrten wir in einem Hamburger Steakhaus ein, denn die richtige Proteinzufuhr ist wichtig.

Am darauffolgenden Samstagmorgen ging es, nach einem sehr ausgiebigen Frühstück, zu den Messehallen zur Anmeldung und zur Marathonmesse. Der Weg führte uns durch den Park „Planten un Bloomen“ mit herrlichen Pflanzen im Frühlingserwachen. Eine Wonne die verschiedenen Farben und Düfte aufzunehmen. Dies weckte bei einigen von uns direkt Kinderspielgefühle, die auch direkt an einem Wasserspielplatz befriedigt wurden.

Der Samstagnachmittag war für eine Stadtrundfahrt mitteles Bus reserviert. Mit Stadtführer, bekamen unsere Teilnehmer einen Überblick über die Highlights der Stadt. Der rote Bus fuhr direkt vor dem Hotel los.  15 Bayern besetzten, zusammen dem hanseatischen Stadtfüher, das Obergeschoss des Busses. Natürlich führte die Fahrt auch an der Reeperbahn entlang.

Sie sahen die berühmte Herbertstraße, in der Frauen keinen Zutritt haben, erfuhren, weshalb es heißt „auf den Strich zu gehen“ und dass dort die 3 Geldautomaten mit dem größten Umsatz stehen. Und, jedermann fragt sich dann, warum das Geld so verpufft. Es verschwindet so schnell, wie weggeblasen – bums, weg ist es. Neben den Landungsbrücken, der Elbphilharmonie, ging die Strecke auch an den wunderschönen Promivillen an der Außenalster vorbei immer mit dem Hinweis begleitet, dass siew sitzen bleiben sollten. Es soll nicht die ‚Köpfung des Störtebekers‘ wiederholt werden. Dass Udo Lindeberg schon im ‚Betreuten Wohnen‘ ist, erfuhren sie auch: sein Wohnsitz ist das Adlon Hotel an der Alster.

3 Personen trennten sich zuvor von der Gruppe um alternativ in die Nachmittagsvorstellung des Musicals „König der Löwen“ zu gehen. Eine empfehlenswerte Veranstaltung.

Gegen 18:30 Uhr trafen sich dann alle wieder beim Italiener zur SCUG-Lauftreff-Pasta-Party. Ist schon eine langjährige Tradition am Abend vor dem Sportevent vornehmlich Nudeln zu sich zu nehmen. Vielleicht auch noch ein Tiramisu hinterher.

Danach hieß es sich mental auf den Sonntag einzustellen, auch unsere Fans. Sie setzten sich in der Hotel-Lobby zusammen um die Strecke, zwecks Fan-Begleitung, durchzusehen. Wo wollen sie wann sein um unsere Sportler anzufeuern oder zu fotografieren? Am Ende stand der Plan mit Fokuspunkten an den Landungsbrücken, an der Binnenalster und am Eppendorfer Baum (U-Bahn Station).

Das sportliche Event selbst …

Zwei zeitlich getrennte Starttermine waren vorgesehen:

8:30 Uhr – Start Halbmarathon

9:30 Uhr – Start Marathon und -Staffel

Das hieß, früh aufstehen, frühstücken, alle sieben Sachen zusammenpacken und den Weg Richtung Start zu nehmen. Für alle, Sportler und Fans.

Beim Halbmarathon-Start fanden sich dann ca. 3.500 ein, inklusive unseren 3 Teilnehmern. Mit entsprechenden musikalischen Motivationen über Lautsprechern erfolgte der Start auch pünktlich. Das Teilnehmerfeld verschwand schnell Richtung St. Pauli. Unsere Fan-Gruppe begab sich auch auf dem Weg, mittels öffentlichen Verkehrsmitteln, zu den Landungsbrücken.

Währenddessen bereitete sich unsere 2. Sportlergruppe für deren Start vor, was hieß:

… sich in den Messehallen zu orientieren
… das eigene Gepäck abzugeben
… gewisse Örtlichkeiten aufzusuchen
… kleine körperliche Mobilisierung durchzuführen
… den Weg zum Startblock im großen Pulk zu gehen
… im Startblock unendlich lange Minuten auf den Start zu warten

Auch der Marathonstart erfolgte dann pünktlich. Ein Hubschrauber verfolgte das Starterfeld (mit ca. 13.500 Marathon- und ca. 6.500 Staffel-Teilnehmern) aus der Luft. Der NDR übertrug live. Die Kameras waren auf uns gerichtet, somit war kein Auskommen mehr möglich.

Zunächst führte uns die Strecke nach Westen, quasi direkt Richtung Nordsee. Am Millerntor vorbei, durch St. Pauli und dann immer leicht ansteigend bis hinter Hamburg-Altona. Bei Km 7 in Othmarschen erfolgte dann eine 180° Wende zurück in die Innenstadt. Also Richtung Osten. Über die Elbchaussee, den Hafen rechtsliegend lassend, immer die Elbphilharmonie im Blick, direkt zur Binnenalster. Diese umrundeten wir einmal um dann am Ostufer der Außenalster den Weg Richtung Norden einzuschlagen. Direkt nach Dänemark. Nebenbei bemerkt, es waren sehr, sehr viele dänische Sportler und Fans auf und an der Strecke.

Durch Barmbek-Süd, führte uns die Strecke zum Stadtpark, welcher südlich umrundet wurde. Weiter Richtung Norden wendete die Laufstrecke in Olsdorf nach Süden. Der Rückweg wurde angetreten, westlich entlang der Alster nach Eppendorf. Harvestehude und Rotherbaum folgten als Stadtteile. Vorbei am Bahnhof Dammtor war es nicht mehr weit ins Ziel.

„Heinz mein Chip“ …

Bei Km 41, fiel plötzlich dieser Spruch. Alle SCUG-Lauftreff-Mitläufer schauten sich an. Ganz etwas wichtiges wurde vergessen und Heinz lief direkt zurück zum Hotel um den Läuferchip zu holen. Um es richtig zu stellen, das Ereignis fand bei Km 41 statt, jedoch morgens erst auf dem Weg zum Marathonstart. Der Spaß war groß.

Der Nackerte …

Nicht alle Läufer sahen ihn, aber speziell unsere weiblichen Läufer. Es soll sich ereignet haben, direkt in St. Pauli, an der Marathonstrecke, dass ein Mann, splitternackt den Sportlern zugejubelt haben soll. In den Medien wurde darüber nicht berichtet.

Die Ergebnisse …

Die detaillierten Ergebnislisten sind auf der Veranstalterseite zu sehen.

Insgesamt eine hervorragende Leistung aller, da auch unsere diesjährige nicht ganz so optimale verlaufene SCUG-Marathon-Trainingsvorbereitung mit zu berücksichtigen ist. Dies merkten besonders unsere Marathonläufer, welche jedoch mit strahlenden Gesichtern ins Ziel einliefen.

Besonders hervorzuheben sind Hannelore Schmid, die quasi aus dem Stand einen Marathon gelaufen ist. Auch Jochen Spieler (1. Platz seiner AK M75 im Halbmarathon) war sehr glücklich, endlich an einem Hamburg-Marathon erfolgreich teilgenommen zu haben (mit dem 3. Versuch).

Auch unsere Staffel-LäuferInnen erbrachten eine bemerkenswerte Zielzeit von ca. 4:05 h. Die 4 Std. Marke hätte fast bewältigt werden können, wenn es nicht zu leichten Verzögerungen bei den öffentlichen Verkehrsmitteln gekommen wäre. Ein Staffelläufer kam ein paar Minuten verspätet am Startblock an.

 

Der Abschluss …

Fand am Sonntagabend in einem Hamburger Brauhaus statt. Alle SCUG’ler hatten großen Durst (wovon wohl?) welcher auch durch ein (oder mehrere?) Bier gelöscht werden konnte. Ein zünftiges Abendessen inbegriffen.
Danach sammelten sich noch einige Lauffreunde in der Hotel-Lobby zu einem weiteren Abschluß-Drink.

Der Blick in die Zukunft …

Nach dem Marathon ist vor dem Marathon, so sagt man. Schon auf der Rückreise am Montag wurden erste Vorschläge/Ideen gesammelt welcher Marathonlauf im nächsten Jahr geplant werden soll. Eine „Shortlist“ gibt es noch nicht. Weitere Vorschläge sind herzlichst willkommen von allen SCUG-Lauftreff-Mitgliedern.

Und was bleibt …

Die Erinnerung an eine sehr schöne gemeinsame Reise, der Stolz über die persönliche sportliche Leistung und die Vorfreude auf die nächsten SCUG-Lauftreff-Events.

Presseberichte

Münchner Merkur (vom 17.5.18)

Parsberg Echo (vom 23.5.18)

(hdk)

One response on “SCUG Jahresmarathon Veranstaltung – Moin, Moin Hamburg

  1. Andy Gerberich sagt:

    Die berühmte Straße auf der Reeperbahn ist die HERBERTSTRAßE nicht Hermann.
    Ein Super Bericht der schöne Erinnerungen weckt und mit Euch allen Super Spaß gemacht hat.
    Danke an die Organisatoren für den perfekten Ausflug❤

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