SCUG Lauftreff Sporttipps für’s Alter – Unser Freiraum – Unsere Gesundheit

14 Januar 2018
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Allgemein
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Germering / München – Wer kennt nicht das Gefühl, nachdem man sich vom Sofa aufgerafft, seinem inneren Schweinehund einen Maulkorb verpasst und mit ihm gemeinsam einen langen Spaziergang an der frischen Luft gemacht hat? Egal ob Spazierengehen, Radfahren, Schwimmen mit den Enkeln oder Gymnastik zu Hause: Man fühlt sich einfach besser. Bewegung ist Balsam für die Seele, klärt den Geist, stärkt unser Herz-Kreislauf-System, kräftigt die Muskulatur und macht uns belastbarer und ausgeglichener.
Und das Beste daran: Es ist nie zu spät, damit anzufangen.
Wer Bewegung in seinen Alltag integriert und regelmäßig körperlich aktiv ist, leidet seltener an chronischen Krankheiten, ist auch im Alter deutlich leistungsfähiger, ist weniger pflegebedürftig und hat eine höhere Lebenserwartung. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Osteoporose und sogar für Demenz sinkt. Wir fühlen uns rundum wohler.

Warum ist Sport auch bei Krankheit so wichtig?

Ältere Menschen sind häufig wegen Erkrankungen körperlich eingeschränkt. Das verringert die Belastbarkeit,die Lebensqualität sinkt – eine Abwärtsspirale droht – Regelmäßiges körperliches Training kann dies aufhalten! Ausdauer, Kraft und Koordination spielen eine herausragende Rolle. Gerade bei chronischen Erkrankungen wie Durchblutungsstörungen des Herzens oder Herzschwäche, bei Lungen- oder Krebserkrankungen, Demenz oder Parkinson ist körperliche Bewegung wichtig. Sie steigert nicht nur die körperliche Belastbarkeit: Es gibt Belege da für, dass auch die Prognose der Erkrankungen verbessert werden kann.
Die nationalen Empfehlungen für Bewegung raten im höheren Erwachsenenalter:

150 MINUTEN MÄSSIG AKTIV ODER 75 MINUTEN INTENSIV AKTIV PRO WOCHE.
Bei mäßiger Aktivität kann man noch reden, aber nicht mehr singen – zum Beispiel beim schnellen Gehen oder langsamen Laufen. Ist die Anstrengung intensiver, kann man nicht mehr durchgängig sprechen – wie beim Laufen, schnellen Radfahren oder Schwimmen.

ZWEIMAL PRO WOCHE
muskelstärkende Übungen.

DREIMAL PRO WOCHE
Gleichgewichtsübungen zur Sturzprävention, wenn die Beweglichkeit bereits etwas eingeschränkt ist.

Wer aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht so aktiv sein kann, wie es die Empfehlungen raten, sollte sichso viel bewegen, wie es die aktuelle Situation erlaubt. Jede Minute Bewegung ist gut für uns!

7 Tipps, damit Sport richtig Spaß macht

1.) Richtige Sportart wählen.
Probieren Sie aus, was Ihnen Spaß macht. Lieber flottes Spazierengehen
oder Gymnastik in der Gruppe? Wie wäre es mit Kraftübungen zu Hause? Was bieten Vereine in der Nähe oder die Gemeinde?
2.) Überlastung vermeiden.
Neue Rekorde sollen andere aufstellen.

3.) Ausreichend erholen.
Nach einer Anstrengung muss der Körper diese erstmal „verarbeiten“, und zwar in Ruhe.

4.) Bei Erkältungen und anderen akuten Erkrankungen eine Pause einlegen.
Der Körper muss bereits viel Energie für die Genesung aufwenden.

5.) Sportart und Sportbekleidung dem Wetter und der Umgebung anpassen.
Nicht zu viel zu schwitzen und nicht zu frieren erhöht den Spaßfaktor.

6.) Wer viel schwitzt, muss auch ausreichend trinken.
Und zwar mehr als die normale Menge von etwa 1,5 Litern täglich.

7.) Falls Sie gesundheitliche Bedenken haben, fragen Sie Ihren Hausarzt um Rat.

Mehr Freiraum für gemeinsamen Austausch

Die Familie, Freunde oder der Kontakt zu ehemaligen Arbeitskollegen machen einen wichtigen Teil der Lebensqualität im Alter aus. Der Austausch mit einer Vertrauensperson, Unternehmungen mit Gleichgesinnten sowie die Rücksichtnahme und die Verantwortung für andere tragen nicht nur zu einem sinnerfüllten, sondern auch zu einem gesunden Leben bei. Wer sozial gut integriert ist, erholt sich nach Operationen schneller, beugt Depressionen vor und die Sterblichkeit im Falle chronischer Erkrankungen oder Krebs sinkt. Dabei geht es nicht immer darum, möglichst viele, sondern gute und vertrauensvolle Kontakte zu pflegen, eine Vertrauensperson kann da schon ausreichen. Die Familie, die Enkel, Ausflüge mit Freunden oder Engagement in Vereinen sind gute Anlaufstellen, um Anschluss zu finden und sich mit anderen auszutauschen.

Mehr Freiraum für positives Lebensgefühl

Auch wenn wir erwachsen sind und sich unser Leben vermeintlich nicht mehr großartig ändert, gleicht kein Tag dem anderen. Wenn wir uns dessen bewusst sind, bekommt das Leben einen weiteren Winkel, tun sich neue Perspektiven und Möglichkeiten auf, verändern sich Lebensweisen, bekommt unser Gehirn frische Nahrung, die es manchmal erst verdauen muss. Kreativität, Selbstwahrnehmung, Offenheit, ein Interesse für unser Umfeld, Begegnungen mit Menschen und mit sich selbst, das spielerische Annähern an neue Herausforderungen ohne Druck und Stress halten unseren Geist und unseren Körper fit. Und auch Bewegung, eine ausgewogene, leicht verdauliche Ernährung und ausreichend Flüssigkeit wirken sich positiv auf unser Gehirn aus.

Mehr Informationen zum Thema Bewegung im Alter

7-Minuten-Workout für Senioren:
Angebote in Ihrer Nähe:
Osteoporose vorbeugen:
Bewegung trotz Krankheit?!
„Sport der Älteren“

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
WWW.FREIRAUM.BAYERN.DE

(hdk)

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