SCUG-Lauftreff schwimmt sich in Altötting frei

18 September 2016
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Nach wochenlanger Vorbereitung unter teils widrigen Zuständen stand am 18. September 2016 endlich der 25. Altöttinger Halbmarathon für die Läuferinnen und Läufer des SCUG-Lauftreff an. Die insgesamt 11 teilnehmenden Mitglieder des Vereins hatten es neben der 21,1 km langen Strecke allerdings auch mit den Launen der Natur zutun – die aus dem Event eine ziemlich nasse Angelegenheit machte.

Harte Vorbereitung

An der Vorbereitung sollte es diesmal für die „Willigen“ beim Jubiläumslauf in Altötting nicht liegen. Heinz-Dieter Kruse bereitete die Hartgesottenen mit ganz ausgefeilten Routen auf die „schnellste Naturstrecke der Welt“ im beschaulichen Altötting vor.

Dabei ging es in den Wochen davor Mittwochs hauptsächlich um die „Schnelligkeit“ mit 4-5 Intervallen auf 10-13 Kilometern – und Sonntags um die Grundlagenausdauer. Dabei bewies unser Cheforganisator eine unwahrscheinliche Kreativität in der Auswahl der Strecken. Sie waren herausfordernd, niemals langweilig und oftmals so geführt, dass man garantiert durch „matschigen Untergrund“ laufen musste.

Dass sollte die Läuferinnen und Läufer des SCUG-Lauftreff auf genau solche Witterungsbedingungen vorbereiten, wie wir sie am 18. September 2016 vorfinden würden. Aber das konnte zu diesem Zeitpunkt natürlich noch niemand ahnen. Also vergaben wir – Celia, Stefan, Susi und Danny (der harte Kern an den Sonntagen) regelmäßig sogenannte „Matschpunkte“ an Heinz-Dieter. Im Laufe der Vorbereitung sammelte er eine beachtliche Anzahl. Doch am Sonntag, den 18.09.2016 sollten sich diese „Qualen“ lohnen.

„Petrus“ öffnet die Schleußen bis zum Start

Denn es war schon auf der Fahrt nach Altötting, als ob Petrus die Schleußen nur für uns geöffnet hätte. Wir befürchteten schon Schlimmes, aber der „liebe Gott“ hatte ein Einsehen. Gegen 10 Uhr (10:15 Uhr war der Start) hörte es auf zu regnen und mit 15 Grad Außentemperatur waren eigentlich perfekte Voraussetzungen geschaffen.

Die Frage unter den 11 Teilnehmern des SCUG-Lauftreff war nun nur, was man anziehen oder besser ausziehen sollte. Der Großteil entschied sich für das kurze Laufdress, was bei der hohen Luftfeuchtigkeit die absolut richtige Wahl war.

Als wir uns dann etwa 15 Minuten vor dem Start im Start-/Zielbereich aufhielten und mit Tausenden anderen Laufwilligen warteten, wurden wir von einer Animateurin mit ohrenbetäubender, brachialer Stimme zu aerobikähnlichen Aufwärmübungen gezwungen. Man konnte sich bei dem „Geschrei“ eigentlich nur die Ohren zuhalten. Ein solches Erwärmen hätte sonst eher im Tinitus geendet oder mit einer Bänderdehnung, denn die Übungen waren nicht gerade zweckmäßig. Aber egal – sie heizte die Stimmung an.

Schnelle Strecke trotz Regen

Um Punkt 10:15 Uhr ging es für die Halbmarathon-Läuferinnen und Läufer auf die 21,1 Kilometer lange Strecke – zum Großteil durch den Wald.

Die ersten 3 Kilometer (auf dem Hinweg) führten allerdings noch auf der Hauptverkehrsstraße aus Altötting heraus. Die Stimmung bei den Zuschauern war gut – auch weil es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr regnete. Zahlreiche „Bands“ säumten die erste Passage und animierten zu Beschleunigen.

Die Top.Läufer des SCUG-Lauftreff (peilten Zeiten unter 1:50 Stunden an) bahnten sich schleunigst den Weg durch die Menge um bei der Abbiegung in den Wald eine möglichst gute Position zu haben. Denn ab hier wurde es enger und man musste schon in einer Gruppe mit annähernd gleichen Tempo sein, um nicht Zeit beim Überholen zu verlieren.

Danny, Susi, Celia und Heinz waren zu diesem Zeitpunkt schon sehr gut unterwegs und kamen gut voran. Der Untergrund im Waldstück, in welchem insgesamt 16,5 Kilometer absolviert werden mussten, war trotz des tagelangen Dauerregens erstaunlich gut. Mit Ausnahme einiger Matschpassagen (die wir ja im Training ausreichend trainiert hatten) kam man sehr gut voran.

Heinz, Susi und Celia mit persönlichen Bestzeiten

scug-ergebnisse-2016Die regenfreie Zeit während der gut 2:30 Stunden Wettkampf dauerte allerdings nur gut 45 Minuten. Danach fing es wieder – mehr oder minder stark – zu regnen an. Einen sonderlich erschwerenden Einfluss hatte das jedoch nicht auf das Befinden der Läuferinnen und Läufer des SCUG-Lauftreff.

So konnten am Ende alle 11 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beachtliche Ergebnisse vorweisen. Besonders hervorzuheben waren dabei:

Susi Reidl – AK W40 – Platz 4 – persönliche Bestzeit mit 1:45:02 Stunden (5 min schneller als 2015)

Celia Elsdorfer – AK W50 – Platz 7 – persönliche Bestzeit mit 1:47:01 Stunden

Heinz-Dieter Kruse – AK M50 – Platz 60 – persönliche Bestzeit mit 1:50:49 Stunden

Hans-Joachim Spieler – AK M75 – Platz 1 mit 2:06:42 Stunden

Bester des Lauftreffs war Danny Schulze in einer Zeit von 1:43:05 Stunden (AK M35, Platz 30). Auch die „älteren Semester“ schnitten durchgehend gut ab und kamen glücklich und vor allem Gesund ins Ziel.

Hilfe in der Not

Besonders hervorzuheben war jedoch die absolut lobenswerte Hilfe von Andreas Heinze, der einer jungen Frau, die gut 20 Meter vor ihm zusammenbrach „erste Hilfe“ leistete und sie so vor weitaus Schlimmeren bewahrte. Im Waldstück zwischen der Versorgungspunkten im letzten Drittel der Strecke gab es keine ärztliche Versorgung. Andreas begleitete die junge Läuferin daraufhin zu den nächsten Sanitätern.

Für ihn war das selbstverständlich, leider aber nicht für einige andere Läufer, die nicht so beherzt eingriffen. Andreas war daraufhin sowohl der herzliche Dank der junge Dame als auch ihres Vaters sicher.

Andreas eigene läuferische Ambitionen spielten für ihn zu diesem Zeitpunkt keinerlei Rolle mehr. Die Gesundheit eines Mitmenschen ist viel wichtiger als ein paar Sekunden auf der Uhr.

Am Ende waren alle sehr stolz auf die gezeigten Leistungen und auf den Helden des Tages – Andreas .

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