2017 – 43. Teufelsberg-Crosslauf – I muas Aufi, Aufi!

5 November 2017
Category:
Wettkämpfe 2017
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München/Aubing„Heast as nit, mia is ois ward a mi ruaf‘n dät – I muas Aufi, Aufi! – I muas eahm untergriang’n“ *).

So oder ähnlich hatten vielleicht manche Lauftreff-Teilnehmer ihre Gedanken im Kopf – vor dem Lauf. Jedes Jahr besteht wieder das Kribbeln, wahrscheinlich für jeden, im Bauch und in den Beinen. Um diese berühmte Strecke zu bewältigen so zum Jahresabschluss. Auch 2017 hatten sich wieder 13 Teilnehmer angemeldet zum 43. Teufelsberg-Crosslauf am 5. November. Aber davon später.

Zeigt her Eure Füsse, zeigt her Eure Schuh

War es Zufall, oder eine bestimmte Eingebung? Einige LäuferInnen fokussierten sich vor dem Lauf auf Ihre Schuhe, Socken, Füsse. So ließ sich ein Teilnehmer den Läuferchip von einem Kollegen anbinden, damit auch alles akkurat sitzt. Ein weiterer Läufer zeigte beim Umziehen seine löchrigen Socken, worauf ein Aufschrei der Verwunderung beim Team hochkam. Aussagen wie: „So willst Du die Berge schaffen?“, „Ja, hast Du denn überhaupt kein vernünftiges Läufer-Equipment, so kann das ja nie was werden?“. Naja, der Läufer nahm es notgedrungen hin und zeigte seinen zweiten Socken … was erneut einen Aufschrei nach sich zog. Eine weitere Läuferin war dagegen perfekt ausgestattet mit Ihren „Fivefingers“. So manch einer glaubt es kaum, aber „frau“ kann auch eine Teufelsbergstrecke elegant damit überwinden. Sie ist bestens im Ziel angekommen!. Sogar mit einen 5. Platz in Ihrer Altersklasse.

Das Rennen selbst

Alle SCUG-Teilnehmer wählten die 10 km Strecke. Also 3 Mal die große Runde. Im Startbereich zeigte eine Karte das Höhenprofil. Nach genauerem Studium kamen wir zu dem Ergebnis: Es geht fast nur bergab. Nachdem das Vorrennen (über 5 km) beendet war, folgte unser Startkommando um Punkt 12 Uhr. Schnell bildete sich ein Bandwurm von Sportlern um den ersten Hügel zu bezwingen. Danach war fast jede(r) LäuferIn mit sich selbst beschäftigt. Man kann es fast philosophisch betrachten: „Mein Berg und Ich, Ich und mein Berg“.

Wir waren nicht alleine

Nein, alleine waren wir nicht auf der Strecke, wir die Teilnehmer vom SCUG. An fast jedem Teilabschnitt der gesamten Strecke standen Fans = Vereinsmitglieder von uns. Als Sportler konnten wir es uns nicht erlauben mal eine schlechte Miene zu ziehen, da entweder wieder Fotografen oder Motivatoren von uns an der nächsten Ecke standen. Sie schrien jeweils laut unsere Namen. Dies wirkte sich sogar positiv auf Mitläufer aus. Sie folgten uns im Windschatten um dann in der nächsten Runde in den gleichen Genuß zu kommen. Dies wurde dann auch im Ziel von den anderen Mitläufern bestätigt.

I muas Aufi, Aufi! Um auf das Eingangszitat zurück zu kommen. Es bestätigt sich jedes Jahr auf’s Neue. Dieser Lauf war und ist immer wieder eine Herausforderung. Die Bergauf-Streckenabschnitte fordern den Sportler jedes Mal. Gleich beginnend mit der ersten, folgend mit der zweiten und natürlich auch zum Schluß bei der dritten Runde. Dennoch wollen wir alle „Ihn bezwingen – den Berg“. Und das positive ist, alle haben ihn bezwungen. Es gab keine Ausfälle beim SCUG Lauftreff. Prima!

Wettertechnisch waren die Bedingungen herbstlich trocken bis eine halbe Stunde nach Zielschluß. Dann öffnete Petrus seine Schleusentore, ein starker Regen folgte. Dies beobachteten wir dann aus unserem Auto heraus.

Die Ergebnisse

Auch Stockerl-Plätze konnte der SCUG-Lauftreff wieder erreichen, besonders unsere Frauen – Gratulation!

So errang Gabriele Kaiser den 1. Platz in Ihrer AK W60.
Hannelore Schmid kam auf den 3. Platz in der gleichen Altersklasse.
Marietta Schuster erklomm den 3. Stockerlplatz in Ihrer AK W55.
Und natürlich Susi Reidl, sie errang den 3. Platz ihrer AK W40.
–> unsere „Power-Frauen“

Hauptlauf

Info: In dieser Tabelle steckt der Teufel drin, mit seinen ‚Fehlerchen‘ – Korrektur folgt noch

Die detaillierte Ergebnisliste der ESV Sportfreunde München-Neuaubing findet ihr hier.

Es war es wieder eine gelungene Veranstaltung. Das Team hatte wieder viel Spaß untereinander. Die Organisation war Bestens, das Wetter war auf unserer Seite. Die Berge sind irgendwie jedes Jahr ein Stückchen höher – so kommt es einem zumindest vor.

Auch 2018 werden wir dann bestimmt wieder diese Stimme im Ohr haben – „I muas Aufi, Aufi!

*) Ein Zitat aus „Der Watzmann ruft“ von Tauchen und Prokopetz

(hdk)

 

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