2012 Tegernsee Halbmarathon – SCUG-Lauftreff trumpft groß auf

23 September 2012
Category:
Wettkämpfe 2012
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Gmund am Tegernsee – Läufer (und Gastläufer) des SC Unterpfaffenhofen-Germering erobern in großer Teilnehmerzahl den Tegernsee.

Tegernsee (23.09.2012)
Am heutigen Sonntag fand wieder eine der schönsten Laufveranstaltungen des Jahres statt – der Tegernseelauf.

Inmitten malerischer Alpengipfel und umrundet von wunderbaren kleinen Dörfchen, begaben sich heute rekordverdächtige 4.600 Läuferinnen und Läufer auf den Weg um den Tegernsee. Der Großteil der Teilnehmer bestritt den 21,1 Kilometer langen Halbmarathon. Dieser führte einmal um den See herum und forderte den Läufern alles ab. Mit dabei war auch der Lauftreff des SC Unterpfaffenhofen-Germering. Von den gemeldeten 25 Teilnehmern des Vereins konnten immerhin noch 18 an diesem Event teilnehmen. Die restlichen sieben Startnummern wurden allerdings noch gewinnbringend unters wartende Volk gebracht.

Der erfolgreiche Startnummernverkäufer Dirk Peter, selbst ein hervorragender Läufer, hatte in kürzester Zeit die vakanten Startnummern vergeben. Auch das Wetter spielte an diesem Tag wunderbar mit. Gut 15 Grad und Sonnenschein bildeten einen herrlichen Rahmen für diesen Lauf.

Um 10.30 Uhr ging es dann für die mutigen Halbmarathonis los. Bis die letzten wirklich über die Startlinie gingen, dauerte es aber gut acht Minuten. Es war eindrucksvoll anzusehen, wie sich die große Menschenmenge um den See schlängelte. Es ging zunächst auf der Straße über Tegernsee und Rottach-Egern immer nahe des Tegernsees entlang.

Das Profil war anspruchsvoll. Es gab kaum Möglichkeiten sich auszuruhen. Gleich nach der ersten Kurve ging es bergauf. Nachdem die Läufer des SCUG vor Beginn des Laufes noch alle zusammenstanden, verteilten sie sich schon in der Startaufstellung entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit. Zumindest soweit dies möglich war.
Danach verteilte sich die Gruppe über das gesamte Feld.
Die leistungsstärksten Läuferinnen und Läufer des Vereins wie Vanessa Enk, Vassilios Fourkiotis und Danny Schulze arbeiten sich schnell in den Massen nach vorne. Auch im Mittelfeld bildeten sich schnell kleine Grüppchen, die gemeinsam das anspruchsvolle Terrain begingen. Es machte die Strapazen erträglicher.

Am Laufstil der einzelnen Teilnehmer erkannte man schnell, wie dieser Lauf an die Substanz ging. Gerade an den Anstiegen stand den Läufern die Anstrengung buchstäblich im Gesicht geschrieben. Verzerrte Gesichter, schwere Atmung und teilweise musste auch gegangen werden. Es war wirklich nicht einfach.

Die ersten 16 Kilometer waren aber in Anbetracht des letzten Abschnitts bis in Ziel nur ein Vorgeschmack. Nach der Ortsdurchquerung von Rottach-Egern bei Kilometer 10 spürten die Läufer schon langsam die Müdigkeit in den Beinen. Gleichzeitig merkten sie aber, dass das Profil noch etwas schwieriger wurde.

Es ging nun über kleine schmale Brücken, schmale Schotterwege und kleine giftige Rampen. Als die Läufer dann wieder die Straße erreichten sahen sie das Unheil buchstäblich kommen. Vor ihnen baute sich die erste von zwei langgezogenen Steigungen auf. Wie lang sie sein würde, lies sich nur schwer erahnten.

Läufer um Läufer quälten sich den insgesamt gut 1,2 Kilometer langen Anstieg hinauf. Die Spitzengruppe des Laufes hatte da schon längst das Ziel erreicht, als sich die Top-Läufer des SCUG daran machten, diesen Anstieg zu überwinden. Dazu zählten nunmehr noch Michael Kastenberger, Danny Schulze und Vassilios Fourkiotis. Die drei waren gut zehn Minuten voneinander getrennt. Bei den Frauen glänzte wieder einmal Vanessa Enk, die in diesem Jahr auch schon mehrfach erfolgreich an Triathlon-Veranstaltungen teilgenommen hat.

Nach schier endlosen quälenden 1200 Metern war der erste schwere Anstieg geschafft. Es blieb nicht viel Zeit zur Erholung. Nach einem kurzen flachen Stück, tauchte auch schon der finale Anstieg über gut 1 km Länge vor den Läufern auf.
Wie aus den Leidensberichten der Läufer zu erfahren war, stellte dieser die größere Herausforderung dar.

Bei Kilometer 19 fehlte den meisten Läufern ganz einfach die Kraft und da kam dieser Berg einfach zur Unzeit. Noch einmal Leiden. Noch einmal für knapp 1.000 Meter beißen. Es lockte das Ziel. Der letzte Kilometer bis ins Ziel würde nur noch bergab führen.

Und so bissen die tapferen Läufer des Lauftreffs aus Germering auf die Zähne und schafften auch dieses Hindernis. Gut 400 Meter vor dem Ziel betätigte sich der ehemalige Startnummernverkäufer Dirk Peter nun als großartiger Animateur und verschaffte allen Vereinsläufern noch einmal die letzte Motivation für den Zielsprint.

Nach 1:34:50 h war der erste Läufer des SCUG – Michael Kastenberger – im Ziel. Er wurde ausgezeichneter 189. der Gesamtwertung (65. AK M30). Ihm folgten Danny Schulze (1:42:17 / 491. / 162. AK M30) und Vassilios Fourkiotis (1:45:56 h / 680. / 71. AK M50). Bei den Frauen zeigte Vanessa Enk als erste Frau des Vereins in 1:49:54 als 941. (24. AK W) eine herausragende Leistung. Dabei war sie nur 10 Sekunden langsamer als ihr prominenter Mitstreiter Kai Pflaume.

Wenn sie das nur geahnt hätte!
Einen Wimpernschlag trennten dagegen Klaus Hess (2:05:29 / 1953. / 37. M 60) und den sportlichen Leiter des Lauftreffs Heinz Schmid (2:05:29,5 / 1954. / 215. M 50). Da musste fast das Zielfoto entschieden. Sie konnten beide mit dem Ergebnis zufrieden sein. Hans-Joachim Spieler (2:01:06 / 1705. / 29. AK M60), der älteste Teilnehmer des Vereins, nahm sich die wiederholt verfehlte Zwei-Stunden-Grenze im Anschluss sehr zu Herzen. Er drohte damit den Verein zu verlassen, weil er es nicht geschafft hatte unter zwei Stunden zu laufen.
Dieser Androhung folgten aber glücklicherweise keine Taten.

Nach gut 2:23 Stunden erreichte mit Katja Müller die letzte Läuferin des Vereins das Ziel (2:22:39 h). Sie belegte einen hervorragenden 2571. Platz von den insgesamt gut 3600 gestarteten Läuferinnen und Läufern.

Allen Läufern des Vereins war gemein: Sie waren glücklich und zufrieden über ihre gezeigten Leistungen als sie im Ziel beisammen standen. Es wurde über die Strecke philosophiert und was sie noch hätten besser machen können.

Der Tegernseelauf 2012 war für alle ein großer Erfolg. Sie werden wieder kommen!

(Gesamtplatzierungen/Platzierung Altersklasse unter Vorbehalt)

(ds)

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